Verlag

In unserem Verlag werden die Notentexte in erster Linie mit dem Notationsprogramm LilyPond gesetzt. Dieses Programm garantiert eine hervorragende Qualität im Druckbild und Flexibilität in der Produktgestaltung. Durch ein Zusammenspiel aus LilyPond und LaTeX (einem Textsatz-Programm) erreichen wir die Qualität, die unsere Dienstleistung ausmacht.

Ein Teil des Verlages kümmert sich um das Setzen von Notenbeispielen, Aufführungsmaterialien und Liedblätter. Doch sind dies nicht alle unserer Dienstleistungen. Sie können auch von Ihnen komponierte Werke zu einer druckreifen Darstellung verhelfen. Wenn Sie ein Werk veröffentlichen möchten, schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular.

Notensatz

Unser höchstes Ziel ist Flexibilität, Effektivität und die Zufriedenheit unserer Kunden. Daher ist unsere Produktion so angepasst, dass wir individuelle Kundenwünsche – egal bei welchem Produkt – berücksichtigen können.

Entstanden ist diese Idee durch die Mitarbeit an Editionsprojekten, bei denen die teilweise sehr großen Differenzen zwischen den Bedürfnissen von Musikern, Wissenschaftlern und Verlegern deutlich wurden.

Unser Ziel:  Mit unserem Konzept wollen wir die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen und für jede Anforderung passende Notenausgaben anbieten.

Durch den Dialog zwischen ausführenden Musikern und unseren Editoren versuchen wir unsere für die Praxis gedachten Produkte den Anforderungen gerecht zu gestalten.

Digitales Arbeiten

Es ist der Versuch, wissenschaftliche Innovation und musikalische Praxis aneinander anzunähern. Im Bereich der Musikwissenschaft findet die hauptsächliche Weiterentwicklung der Editionstechniken bereits seit Jahren in digitalen Medien statt. Doch ist diese Entwicklung noch lange nicht zu Ende und es gibt bisher auch nur sehr wenige Musikverlage, die versuchen sich dem Bereich des Digitalen anzunähern. Auch wäre es oft nötig, eng mit ausführenden Musikern zusammen zu arbeiten, da diese die praktische Expertise haben, die Editoren oft fehlt. Zu oft entstehen Noteneditionen, die aus wissenschaftlicher Sicht als vorbildlich gelten, sich für den ausführenden Musiker jedoch als unkomfortabel herausstellen.

Dies ist eine Grenze, die wir überschreiten wollen. Digitale Edition ist für uns der Schnittpunkt, an dem sich Wissenschaftler aus Germanistik, Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Informationstechnologie und die auführenden Künstler begegnen können.

Als Grundlage unserer Editionen verwenden wir auf Text-Code basierende Dateien, die fünf unschlagbare Vorteile gegenüber graphisch-basierten Editionen mit sich bringen:

  1. Schnelle Anpassungen
    Durch die Trennung von Inhalt und Erscheinungsbild sind Anpassungen im Schriftbild oder inhaltliche Änderungen ohne großen Aufwand möglich. Ebenso die Beeinflussung der optischen Darstellung (Größe der Noten, Abstand der Notenlinien, farbliche Gestaltung).
  2. Kompatibilität zur »Digitalen Edition«
    Die Programme, die wir benutzen, sind mit den Entwicklungen im Bereich „digitale Edition“ (Editionsstandards TEI und MEI) kompatibel. Damit ist gesichert, dass die jetzt erstellten Editionen auch in Zukunft noch mit digitalen Techniken weiter aufbereitet werden können.
  3. Kleine Dateigrößen.
    Auf Text-Code basierende Dateien benötigen nur sehr wenig Speicherplatz, was gerade im Zeitalter des inflationären Datenwachstums enorme Kapazitäten einspart.
  4. Nachhaltigkeit
    Wie die Auszeichnungssprachen TEI und MEI ist unser textbasiertes Notationsprogramm LilyPond unabhängig von der Programmentwicklung. Auch in 10 Jahren werden die Inhalte der von uns erstellten Dateien noch lesbar bleiben, da diese nur die – für geübte Menschen direkt lesbaren – Inhalte enthalten.
  5. Versionsverwaltung
    Mithilfe von git, einem System zur Versionsverwaltung, ist es möglich im Team gleichzeitig an ein und derselben Datei zu arbeiten, ohne dass dabei größere Konflikte entstehen. Die Versionsverwaltung ist ein aus der Softwareentwicklung stammendes Verfahren zur Kollaboration, mit welchem man Änderungen über eine unbegrenzte Anzahl von Versionen nachvollziehen und wiederherstellen kann.

Der digitale Editionsstandard für Musikcodierung (MEI) befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Ebenso werden Konvertierungsmodule für unser Notensatzprogramm (LilyPond) derzeit von entsprechenden Interessengemeinschaften weiterentwickelt.

Informationen zu einem Projekt der Edition Lilienteich, bei dem es um die Vermittlung historischer Notenmaterialien geht, finden Sie auf der Projektseite »Kultur Klingt!«.